Wörterbuch: 20 Begriffe aus Beschreibungen neuer Slots
Beschreibungen neuer Spielautomaten stecken voller Fachwörter. Wir erklären die zwanzig wichtigsten in ganzen Sätzen, gruppiert nach Spielfeld, Symbolen, Bonusrunden, Zusatzfunktionen und Bedienung.

Wer zum ersten Mal die Beschreibung einer Neuerscheinung liest, stolpert nach zwei Zeilen über Wörter wie Cluster, Tumble oder Hold and Win. Die meisten dieser Begriffe stehen für etwas ziemlich Einfaches, sie werden nur selten erklärt, weil Studios davon ausgehen, dass man sie kennt. Wir haben die zwanzig Ausdrücke zusammengetragen, die uns beim Sichten neuer Titel am häufigsten begegnen, und erklären sie in ganzen Sätzen statt in Stichpunkten. Glücksspiel ist und bleibt dabei Unterhaltung ab 18.
Das Spielfeld: Walze, Reihe, Raster, Gewinnweg
Eine Walze ist eine senkrechte Spalte auf dem Spielfeld. Der Name stammt aus der Zeit mechanischer Automaten, in denen sich tatsächlich Zylinder drehten; heute ist es eine Animation, die dasselbe nachahmt. Eine Reihe ist entsprechend eine waagerechte Zeile. Zusammen ergeben Walzen und Reihen das Raster, das man meist als Zahlenpaar angegeben findet, etwa fünf Walzen mit drei Reihen. Dieses Raster ist die wichtigste Kenngröße überhaupt, weil sich daraus ergibt, wie viele Symbole gleichzeitig sichtbar sind und wie viel auf dem Bildschirm passiert.
Ein Gewinnweg beschreibt, welche Positionen zusammen einen Treffer bilden. Klassisch war das eine feste Linie, die von links nach rechts über das Raster lief und vorher festgelegt war. Neuere Spiele arbeiten oft mit Wegen, bei denen es nur darauf ankommt, dass auf benachbarten Walzen passende Symbole liegen, unabhängig von ihrer Höhe. Deshalb liest man in Beschreibungen Zahlen wie zweihundertdreiundvierzig Wege statt zwanzig Linien. Beides ist kein Qualitätsmerkmal, sondern nur eine andere Art zu zählen, welche Kombinationen als Treffer gelten.
Wichtig ist dabei, dass mehr Wege nicht automatisch mehr bedeuten. Ein Spiel mit vielen Wegen verteilt seine Treffer oft anders als eines mit wenigen Linien, und das gehört zur Auslegung des jeweiligen Titels.
Symbole: Wild, Scatter, Cluster, Kaskade
Ein Wild ist ein Symbol, das andere Symbole ersetzen kann und damit hilft, eine Kombination zu vervollständigen. In der Regel ersetzt es die normalen Bildsymbole, nicht aber Sonderzeichen wie den Scatter. Der Scatter wiederum ist das Symbol, das unabhängig von seiner Position auf dem Raster zählt: Es muss nicht auf einer Linie oder einem Weg liegen, es genügt, dass die geforderte Anzahl irgendwo sichtbar ist. Meistens ist der Scatter der Auslöser für die Bonusrunde, weshalb ihn viele Spiele besonders auffällig gestalten.
Cluster bezeichnet eine andere Art zu gewinnen. Statt Linien oder Wegen zählt hier, dass eine Mindestzahl gleicher Symbole zusammenhängend nebeneinander oder übereinander liegt, also eine Gruppe bildet. Solche Spiele haben oft größere, quadratische Raster, weil dort mehr Platz für Gruppen ist. Eine Kaskade, häufig auch Tumble genannt, ist der passende Mechanismus dazu: Gewinnende Symbole verschwinden, die darüberliegenden rutschen nach und der frei gewordene Platz wird neu befüllt. So kann aus einem einzigen Einsatz eine Kette mehrerer Treffer hintereinander entstehen.
Cluster und Kaskade treten deshalb oft gemeinsam auf, sind aber nicht dasselbe. Es gibt auch Spiele mit klassischen Linien, in denen Symbole nachrutschen, und Cluster-Spiele ohne jedes Nachrutschen.
Bonusrunden: Freispiele, Hold and Win, Symbolsammler, Bonuskauf
Freispiele sind die verbreitetste Bonusform. Ausgelöst werden sie meist durch eine bestimmte Zahl an Scattern, danach läuft eine festgelegte Anzahl Runden ohne zusätzlichen Einsatz ab. Fast immer gilt in dieser Phase eine Sonderregel, sonst wäre sie langweilig: mehr Wilds, ein steigender Multiplikator, ein erweitertes Raster. Viele Spiele erlauben außerdem, die Runde zu verlängern, wenn während der Freispiele erneut Scatter erscheinen. Wie genau das funktioniert, steht im Info-Panel und unterscheidet sich von Titel zu Titel erheblich.
Hold and Win ist eine eigene Bauform, die man an ihrem Ablauf erkennt. Erscheint eine Mindestzahl bestimmter Sondersymbole, bleiben diese an ihrem Platz stehen und man erhält eine kleine Zahl an Versuchen, weitere davon zu landen. Jedes neue Sondersymbol setzt den Zähler zurück, alles andere zählt nicht. Die Runde endet, wenn die Versuche aufgebraucht sind oder das Feld voll ist. Der Reiz liegt darin, dass man den Fortschritt sieht, statt auf ein einzelnes Ergebnis zu warten.
Ein Symbolsammler zählt über mehrere Runden hinweg bestimmte Symbole und schaltet beim Erreichen einer Marke etwas frei. Der Bonuskauf schließlich ist eine Schaltfläche, mit der man die Bonusrunde für einen erhöhten Einsatz sofort startet, statt auf den Auslöser zu warten. Nicht jedes Spiel bietet ihn, und in manchen Märkten fehlt er ganz.
Zusatzfunktionen: Respin, Sticky, Expanding, Multiplikator
Ein Respin ist eine einzelne zusätzliche Drehung, bei der ein Teil des Feldes stehen bleibt. Häufig wird er ausgelöst, wenn ein Treffer knapp verpasst wurde, etwa weil auf vier von fünf Walzen das passende Symbol liegt. Die getroffenen Walzen bleiben fixiert, der Rest dreht erneut. Sticky beschreibt genau diese Eigenschaft allgemein: Ein Symbol bleibt über mehrere Runden an seiner Position kleben, statt beim nächsten Dreh zu verschwinden. Besonders oft trifft man auf klebende Wilds während einer Freispielrunde.
Expanding bedeutet, dass ein Symbol sich über seine Position hinaus ausdehnt, in der Regel über die gesamte Walze. Ein ausgedehntes Wild deckt damit eine komplette Spalte ab und kann sehr viele Kombinationen gleichzeitig vervollständigen. Ein Multiplikator ist ein Faktor, der einen erzielten Gewinn vervielfacht. Er kann an ein bestimmtes Symbol gebunden sein, an eine Runde, an eine Kaskadenstufe oder an eine Position auf dem Feld. In vielen neuen Spielen steigt er innerhalb der Bonusrunde schrittweise an.
Diese vier Bausteine werden häufig kombiniert, und genau daraus entstehen die verschachtelten Beschreibungen, die Einsteiger abschrecken. Ein klebendes Wild mit Multiplikator, das sich über die Walze ausdehnt, ist am Ende nur die Summe dreier einfacher Regeln.
Bedienung und Angaben: Basisspiel, Autoplay, Einsatzspanne, Info-Panel
Das Basisspiel ist alles, was außerhalb einer Bonusrunde passiert, also der normale Zustand des Automaten. Beschreibungen unterscheiden fast immer zwischen Basisspiel und Bonus, weil dieselbe Funktion in beiden Phasen unterschiedlich wirken kann. Autoplay ist die Möglichkeit, eine vorher festgelegte Zahl an Runden automatisch ablaufen zu lassen, meist mit Abbruchbedingungen. In manchen Märkten ist diese Funktion eingeschränkt oder gar nicht verfügbar, weshalb sie in der Beschreibung eines Studios stehen kann, im tatsächlich angebotenen Spiel aber fehlt.
Die Einsatzspanne gibt an, zwischen welchem kleinsten und größtem Betrag pro Runde gewählt werden kann. Sie ist eine der Angaben, die je nach Anbieter und Währung abweichen, weshalb wir sie nur übernehmen, wenn wir sie selbst gesehen haben. Das Info-Panel schließlich ist die Informationsseite im Spiel, erreichbar über ein Menü- oder Fragezeichensymbol. Dort stehen die Auszahlungstabelle, die Erklärung aller Sonderfunktionen und die Regeln der Bonusrunde. Es ist die verlässlichste Quelle überhaupt, weil sie zur laufenden Fassung gehört.
Wer diese zwanzig Begriffe kennt, kann die meisten Beschreibungen neuer Spiele ohne Nachschlagen lesen. Alles Weitere ist Ausschmückung, die von Studio zu Studio anders klingt, aber selten etwas anderes meint.